Montag, 8. Oktober 2007

Ein terroristischer Planeten-Film


Ich war am Samstag in Robert Rodriguez "Planet Terror". Ich erwartete viel. Zwar war Tarantino's Beigabe zum Grindhouse-Kino eher mager, aber das schreckte mich nicht zurück. Was ich aber sah war das Grauen.
Über den ganzen Film wirkte die Filmrolle alt. Absichtlich alt. Das nervte mich schon, weil ich finde das man mit dieser Kultmacherei auch übetreiben kann. Der Inhalt des Films erschreckte mich aber. Am Anfang dachte ich noch dass das trashige an dem Film ok wäre, schließlich war es offensichtlich absichtlich. Aber das Fass führte ins bodenlose. Furchtbar wie billig das alles war. Da rennen irgendwelche Zombies durch die Gegend und fressen Menschen. Nichts neues, aber in einem Look der einfach grausam war. Die Witze waren außerdem dermaßen schlecht, das ich mich gefragt habe wann es denn endlich zuviel des Guten sei. Die Kutlmacherei von Tarantino und Rodriguez ist für mich mittlerweile nur noch schrecklich. Bei Tarantino war es bis Kill Bill ja noch ok und ich akzeptierte es als eine Art von Kunst. Filme wie Pulp Fiction waren einfach Klasse, obwohl deren Bekanntheitsgrad eine Marke überschreitet die mir gruselig ist. Aber Pulp Fiction war toll. Die Dialoge waren toll, der Film war klasse. Kill Bill war etwas übertrieben, aber irgendwie doch ganz gut. Bei "Deathproof" kam ich dann ins Zweifeln. Ätzend lange Dialoge und eine erst spannende, dann sehr lahme Story. Der Film kam erst ganz langsam in Fahrt, so langsam, dass mir langweilig wurde. Und der Schluss kam urplötzlich.
Bei Herrn Rodriguez habe ich aber das Gefühl, in einer billigen Kopie Tarantinos zu sitzen. Das die beiden dicke Freunde sind war mir klar, From Dusk Till Dawn war sogar noch gut (von beiden gemacht), "Irgendwann in Mexico" fand ich öde, aber daran dachte ich zunächst nicht.

Ich wurde vollkommen überrollt von dummen Dialogen, einer abstrusen und dämlichen Geschichte. Außerdem von sinnlos überzogenen Gewaltszenen. Das in Kill Bill das Blut Literweise fließt empfand ich noch eher als Stilmittel und Hommage an die alten Eastern. Aber in einem Zombiefilm, der billig daher kommt....bäh. Gebrochene Hände, abgetrennte Gliedmaßen, Blut, ekelhafter Schleim, ekelhafte Blasen und ständig dieser billige Look. Erwähnte ich schon das der Film billig daher kam? Ja? Nagut.

Die Hautpdarstellerin wirkte leider ebenfalls wie ein billiger Abklatsch eines Racheengels ala Kill Bill. Sie hat ihr Bein verloren und nun trumpft die Dame zauberhaft auf mit einem Raketenwerfer am fehlenden Bein. Toll, oder? Leider muß ich zu diesen ganzen negativen Sachen noch erwähnen, das da noch mehr war. Viel mehr, was nicht hätte sein dürfen.
Ein Zombiefilm ist nie logisch, klar. Aber es gelten ja dann die Regeln der Logik innerhalb eines Zombiefilms. Zum Beispiel, dass der Koch erwähnt das sein Auto eine Lachgaseinspritzung hat, die dem Wagen kurzzeitig 350PS verleihen. Allerdings kommt das im Film nicht vor. Wird gar nicht gebraucht. Wahnwitziger fande ich noch, die Geschichte mit dem Sheriff, Ray und der Waffe. Achtung Spoiler!!! Folgendes knapp erzählt:
Ray und seine Freundin fahren durch die Gegend Abends,; machen nen Unfall; sie wird von Zombies aus dem Wrack gezerrt und verliert ein Bein. Er bringt sie ins Krankenhaus, wo der Sheriff auch ist und Ray festnimmt, weil dieser mal wieder eine Waffe dabei hatte "Hey, Ray, warum besitzt du diese Waffe, wir haben uns doch das letzte mal darüber unterhalten..."
Das es in dem Moment um viel wichtigeres geht interessiert niemanden. Niemand erwähnt das Zombies ihr das Bein abgerissen haben. Ray hält es nicht für nötig. Dann wird er zur Wache mitgenommen. Prompt wird die Wache von Zombies überfallen, in Scharen. Niemand wundert sich über die Zombies, alle nehmen sie als selbstverständlich hin (hä???). Dann rüstet die Polizei auf, fährt zum Krankenhaus und säubert es von den Zombies (oder versucht es), Ray bekommt noch keine Waffe, also nutzt er seine Messer, zieht sich vorher Aids-Handschuhe an und metzelt drauf los. Dann zieht er sich diese wiederum aus und tötet später einfach ohne jene weiter (Dumm, oder? Da hätte er die Dinger doch gleich auslassen können). Die Polizei rüstet zum 3.Kampf auf. DerSheriff verteilt an alle Waffen, er scheint den Ernst der Lage erkannt zu haben. Ray ist natürlich mit von der Partie, allerdings bekommt er keine Waffe, obwohl er der beste Kämpfer und Schütze ist....ahh...soviel Unlogik habe ich bisher nie gesehen. Andauernd diese Logik-Lücken. Da kann mir doch keiner erzählen dass dies Absicht ist, oder??? Und wenn doch ist es schrecklich, da beobachte ich lieber ein Faultier beim Schlafen, scheint interessanter zu sein.
Meiner Meinung nach gibts nun nur 3/10 Punkten. Mehr hat sich der Film einfach nicht verdient. Zuviel sinnloser Mist. Bitte nicht anschauen!!!

P.S.: Tarantino hat im Film logischerweise auch einen Cameo-Auftritt, aber als ekelhafter Soldat der eine Ganfangene vergewaltigen will. Der Dialog ist so dumm...."Ich gehe jetzt mal meinen Schwanz nass machen!" Ich glaube das war so die Sache wo ich anfing in der Nase zu popeln. Im übertragenen Sinne, nicht wirklich.

1 Kommentar:

TheWalrus hat gesagt…

ja, der film ist schon hart sinn- und logiklos.. aber ich hatte trotzdem recht viel spaß.. die fehler, die du aufzählst sind auch in so einem streifen wirklich happig, sind mir allerdings beim schauen nicht sehr aufgefallen.. nach dem trailer ("machete"; daraus macht rodriguez übrigens noch einen ganzen film, kommt direkt auf dvd) hatte ich mich allerdings schon auf trash bis zum abwinken eingestellt.. fand ich jetzt nicht so schlecht, dass man ihn nicht einmal gucken könnte, aber auch kein meisterwerk. wenn ich es mir an dieser stelle erlauben darf: 6.5/10